Weinbaubetriebe (Reststoffbeseitigung)

Gemäß der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Umwelt und Forsten vom 1. März 1996 und aufgrund des § 20 der Entgeltsatzung Abwasserbeseitigung der Verbandsgemeinde Eich vom 22. Mai 1996 erfolgt bei Weinbaubetrieben, die einen Nachweis über die Rückhaltung der bei der Weinbereitung anfallenden organischen Reststoffen (Entschleimungstrub, Hefe, Schönungstrub mit Ausnahme von Trubstoffen der Blauschönung und der Kupferschönung, nicht verkehrsfähige Säfte und Weine usw., also Abfallstoffe mit einer enorm hohen organischen Belastung) führen, eine Veranlagung zu der Grundgebühr Weinbaubetriebe mit 5 EGW/ha.

Für Betriebe, die keinen Nachweis über den Verbleib bzw. die Verwertung ihrer Reststoffe aus der Weinbereitung erbringen, erfolgt eine Veranlagung mit 20 EGW/ha.

Als Nachweis für die Rückhaltung kommen in Betracht:

a) Die organischen Reststoffe können zur Kläranlage Gimbsheim gebracht werden. Die Annahmebestätigung gilt als Nachweis für den Verbleib der Reststoffe. Die Trubstoffanlieferung kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter 06246/69-52 erfolgen.

b) Wenn organische Feststoffe aus der Weinbereitung zur Destillation gegeben werden, gilt die Anlieferbestätigung der Brennerei als Nachweis für den Verbleib der Reststoffe.

c) Bei der Überlassung der Reststoffe an eine beseitigungspflichtige Gebietskörperschaft im Rahmen der Abfallentsorgung, gilt die Gebührenabrechnung als Nachweis über den Verbleib der Reststoffe.

d) Werden die Filtrationen mit eigenem Hefefilter durchgeführt, so ist die Anzahl der verbrauchten bzw. vollen Filterplatten der Verbandsgemeinde zu melden. Aus der Masse des so ermittelten Filterkuchens kann dann die Menge der durchgesetzten Reststoffe ermittelt werden und gilt als Nachweis über den Verbleib. sofern die Filterplatten kompostiert und zur Bodenverbesserung auf landbauliche Flächen ausgebracht werden, sind diese Grundstücke mit ihrer Katasterbezeichnung (Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer und Fläche) mit dem Nachweis der Verbandsgemeinde vorzulegen. Die landbauliche Verwertung der Filterkuchen hat im Rahmen einer guten fachlichen Praxis (Düngeplan, Ausbringungsplan) zu erfolgen und Meldung an die Verbandsgemeinde mit Kontrollmöglichkeit im Einzelfall durch Einsichtnahme in das Kellerbuch.

In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die alleinige Mitteilung der verbrauchten bzw. vollen Filterplatten nicht ausreichend ist, um eine ordnungsgemäße Teilnahme am Bringsystem zu belegen, vielmehr bedarf es einer schriftlichen Bestätigung durch unser Klärwerkpersonal. Wir bitten Sie daher während der Kampagne unter Tel.: 06246/69-52 einen Termin zu vereinbaren.

e) Bei der Filterung der Rohstoffe durch ein Lohnunternehmen ist dessen Bescheinigung über die durchgesetzte Menge Nachweis über den Reststoffverbleib.

Für den Nachweis über den Verbleib der organischen Reststoffe aus der Weinbaubereitung für das Abrechnungsjahr, kann das nachfolgend herunterladbare Formblatt verwendet werden.

Dieses ist mit den dazugehörenden Belegen bis zum 31. Januar des darauffolgenden Jahres der Verbandsgemeindeverwaltung Eich – Verbandsgemeindewerk – Hauptstraße 26, 67575 Eich vorzulegen.

Wir weisen nochmals darauf hin, dass Winzerbetriebe, die ihre Erzeugnisse als Most verkaufen, den Nachweis ebenfalls vorzulegen haben.

Wie bereits unter Punkt b aufgeführt, besteht im Rahmen des Bringsystems die Möglichkeit die organischen Feststoffe aus der Weinbaubereitung zur Destillation zu geben. Als Nachweis für den Verbleib der Reststoffe gilt die Anlieferbestätigung der Brennerei. Der letzte Abgabetermin für den Nachweis über die Entsorgung der Reststoffe ist der 31. Januar. Falls der Termin nicht eingehalten werden kann (begrenzte Lagerkapazität der Brennerei) bitten wir Sie uns vorab eine schriftliche Bestätigung zu geben, in welche Brennerei die Hefe zur Destillation gegeben wird und das eine entsprechende Bescheinigung der Brennerei noch nachgereicht wird.